Apokalyptiker

Aus Degenesis Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kultsymbol Apokalyptiker by SIXMOREVODKA
Apokalyptiker by SIXMOREVODKA

Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter. Diesem Leitsatz folgend widmen sie alles der Befriedigung ihrer Triebe und existieren in einem Spannungsfeld von Mystik und Gewalt. Die Zugvögel saugen jeden Moment tief ein und zelebrieren jedes Gefühl bis zum Äußersten. Innerhalb einer Schar obliegt die Hackordnung einem stetigen Wandel, die Bezeichnungen für die einzelnen Posten sind Vögeln entlehnt. Elstern sind Huren oder Diebe, Spechte betreiben Unterkünfte und Kaschemmen und Störche kümmern sich um Kinder, stehlen sie oder schicken sie zum Arbeiten – bevorzugt in die Sporenfelder, um Burn zu sammeln, das an Wiedertäufern, Spitaliern und Richtern vorbei geschmuggelt wird, um an die Konsumenten verkauft zu werden.

Geschichte

Die Apokalyptiker leben im Augenblick. Zukunft und Geschichte existieren für sie nicht. Kein Wunder also, das die Geschichte der Apokalyptiker nur von den Chronisten erzählt werden kann. Und die Chronisten fanden heraus, das die Ursprünge der Apokalyptiker auf keinen anderen zurück gehen, als Gerome Getrell, den Vorsitzenden der Recombination Group. Getrell war Milliardär, Visionist und Fernsehprediger. Er predigte die Macht der Archetypen, des Tarots, der freien Liebe. Er befürwortete Nationalismus, Anarchie, Demokratie, Diktatur, Subversion, ein Leben auf der Überholspur. Und seine Predigten kamen an, wurden aufgesaugt, auch wenn die wenigsten die Wahrheiten zwischen seinen Paradoxien zu lesen verstanden. Doch wer sie entschlüsselte, dem schenkten sie Freiheit in einer regulierten Welt. Leidenschaft über Verstand ist die Essenz seiner Predigten.
Seine Fans schlossen sich zu Banden zusammen und schockierten. Sie feierten extatische Orgien, die regelmäßig in Drogenexzessen, Massenschlägereien oder der Erstürmung von Gebäuden gipfelten. Noch wurden die Ordnungskräfte diesen Banden herr, doch kurz darauf sollten sie sich weiter vernetzen, radikalisieren, bewaffnen und schließlich den Drogenhandel an sich reißen. Sie waren frei wie die Vögel und schon bald tauchte ein stilisierter Rabe überall dort an den Wänden auf, wo die Getrellschen Apokalyptiker zugeschlagen hatten.

Nach dem Eshaton verstanden es die Apokalyptiker wieder, mit Drogen, Lust und Waffen ihre ganz praktischen Ziele durchzusetzen und Schwarzmärkte zu übernehmen oder bei den für den Wiederaufbau verantwortlichen UEO-Soldaten Waffen, Nahrung und Filtersysteme abzuzweigen. Zwar wurden auch sie von der allgemeinen Verrohung der Menschen überrascht, doch schafften sie es immer wieder schnell auf jeder Welle mitzuschwimmen. Erst als andere Kräfte sich zu Pfeilern der Macht aufschwangen, die Richter in Borca, die Voivoden auf dem Balkhan, die Hellvetiker im Nadelöhr der Alpen, da mussten auch die Apokalyptiker auf andere Strategien zurückgreifen und sie entdeckten Getrells Tarot neu und fällten in Folge viele Entscheidungen nach Lage der Karten. War das eine gute Strategie? Vielleicht. Die Apokalyptiker glauben fest daran und der Kult ist dadurch noch unberechenbarer geworden.

Aussehen und Kleidung

Rekrutierung und Aufstieg

Ränge der Apokalyptiker

Verbreitung

Kultur Beschreibung
Borca Wo Licht ist, gibt es auch Schatten und die Herrn der Schatten sind die Apokalyptiker. Man findet sie in jedem Winkel Borcas, wo drei Hütten zusammen stehen.
Franka Was die Raubkrähen auf dem Land, sind Möwen und Albatrosse auf See. Auf dem Mittelmeer jagen sie den Neolibyern ihre Beute ab und führen die Geißler an der Nase herum. Unter ihnen sind auch africanische Apokalyptiker, Menschen, die der Bevormundung und den Traditionen der africanischen Gesellschaft entkommen wollen. Sie kämpfen besonders verbissen und ohne Gnade, denn sie wissen, dass sie als Verräter keine Chance haben würden, wenn sie einem Geißler lebend in die Hände fallen. Sie nutzen Flussmündungen an der purgischen und frankischen Küste, um sich vor den Africanern zu verstecken.
Pollen Die ausgedehnten Sporenfelder Pollens sind die Burnquellen der Apokalyptiker und diese gehen gegen alle(s) vor, was ihre Ernten gefährden könnte. Egal ob Spitalier oder Fraktalwälder.
Purgare siehe Franka
Hybrispania ...
Africa Auch in Tripol betreiben africanische Apokalyptiker Bordelle, doch deren Anführer, die Bussarde, gelten als ehrwürdig und sind Teil der africanischen Gesellschaft. Die Bordelle hier sind keine dreckigen Löcher, sondern edle Paläste und in den Casinos wird jeder Gast hofiert und von dienstbaren Geistern, meist Kindern, sowohl mit Getränken, wie auch mit kleinen Darbietungen unterhalten.

Wichtige Charaktere

Name Beschreibung
Dejan, der Rabe Dejan war eine große Nummer im Strandgut in Justitian, bis der Leichenvogel gegen Vulco von den Staubreitern den Kürzeren zog und gedemütigt mit seiner Schar das Weite suchen musste. Seitdem hat er Ansehen und seine linke Hand verloren, doch der Zorn der Rabenmutter ist noch nicht verflogen. Dejan wird sich etwas einfallen lassen müssen, um die Scharte auszuwetzen. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 293)
Jelena, die Elster Sie führt ein geheimes Doppelleben als heimliche Geliebte des Eikoniden von Osman. Dieser ist ihr völlig ergeben und lässt ihr und ihrer Schar Taten durchgehen, für die andere schon längst gerichtet worden wären. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 293)
Hagra Er versteckt sich in der Nähe der hybrispanischen Schlachtfelder und durchwühlt die Leichen, kaum das die Kämpfe sich verlagert haben. Doch er ist todkrank. Nicht all seinen Opfern scheint nur die Schlacht zum Verhängnis geworden zu sein. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 293)
Vulco Rabe der Staubreiter, schlug den Raben der Leichenvögel im Kampf um das Strandgut (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 293)
Apok Tyrannischer Machthaber von Ferropol, von den Richtern dort geduldet.

Beziehungen

Für Schrotter sind die Apokalyptiker oft der einzige Grund, in die Zivilisation zurückzukehren: Zerstreuung am Rand der Grubenkämpfe, die warmen Berührungen einer Elster, Destillat, Burn, Glücksspiel, oft bis zum Exzess. Gegen Exzesse haben auch die Wiedertäufer nichts einzuwenden, wenn das Burn nicht wäre. So aber sind die Apokalyptiker für die Täufer doch nichts weiter als Gehilfen des Demiurgen, die das Land mit der Fäulnis überziehen und das dulden die Wiedertäufer ebenso wenig, wie die Spitalier. Die Jehammedaner lehnen die Apokalyptiker ab, da sie ihre Söhne und Töchter verführen und ganze Sippen in den Abgrund reißen. Richter sind zwiegespalten: Eigentlich gehört die kriminelle Brut bestraft, doch, wie im Fall des Strandguts, halten sie sich zurück, da sie dem Volk Zerstreuung verschaffen und damit ein Aufbegehren verhindern. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 286)

Was denken Apokalyptiker über:

Kult Stereotyp
Anubier Verführerische Körper, aber ihre Umarmung ist vergiftet. Vorsicht!
Bleicher Seltsame Typen, die in ihren Löchern hocken und auf Stimmen hören.
Chronisten Sie verstecken sich hinter ihren Masken und wirken schon fast überheblich. Aber auch sie haben Schwächen und Lüste und so kommen die Apokalyptiker an interessante Informationen.
Geissler Herrlich durchtrainiert, aber sie gebärden sich, wie tollwütige Hunde.
Hellvetiker Nach außen sind sie diszipliniert und zurückhaltend, aber im Bordell lassen sie alles raus, wie alle anderen auch.
Jehammedaner Sie schotten sich ab in ihren Familienclans und Spaß hat bei ihnen keinen hohen Stellenwert. Die Apokalyptiker kommen nicht richtig an sie ran.
Neolibyer Sie spielen das Spiel mit: Luxus und Lust gegen Dinare.
Richter Seit sich die Richter mehr um die Klans kümmern müssen, haben die Apokalyptiker im Protektorat mehr Freiheiten. Sie werden sie gewiss zu nutzen wissen.
Schrotter Verlässliche Kunden. Sie bringen die Wechsel von den Chronisten direkt zu den Apokalyptikern.
Sipplinge Die Bürger kann man gut mit einem grimmigen Blick einschüchtern. Die Klans dagegen machen keinen Unterschied zwischen einem Richter und einem Apokalyptiker, was die beiden Kontrahenten unter bestimmten Umständen sogar zu verbündeten macht.
Spitalier Kranke, verdorbene Ärzte, die die Ostwind-Schar ausgelöscht haben. Die Apokalyptiker sind gewarnt.
Wiedertäufer Auch sie haben Gelüste. So lange sie die Apokalyptiker nicht konkret mit Burn in Verbindung bringen, kommen sie gut miteinander aus.

Begriffe und Sprache

Probleme und offene Plots

Snippets

  • Es gab auch Widerstand gegen Getrells memetische Streamfeeds. Mit verschlüsselten Absendern wurde vereinzelt versucht, die Massen aufzuklären, Getrells Feeds zu blocken und die Recombination Group zu boykottieren. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 282)
  • Das Prinzip der Apokalyptiker lautet: Lebe, als gäbe es kein Morgen. Alles wird bis ins Extrem zelebriert. Wofür Pläne schmieden, wenn man nicht weiß, ob man morgen noch lebt? Der Augenblick ist das was zählt. Allenfalls durch das Tarot werfen sie einen Blick in die Zukunft, wenn es unbedigt sein muss. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 284)
  • Apokalyptiker sind Zugvögel: Sie tauchen mit ihrer Schar auf, nehmen sich, was sie brauchen und ziehen weiter, wenn der Ort abgegrast ist. Nicht umsonst sind ihre Spezialisten nach Vögeln benannt und auch die Namen ihrer Gruppen haben etwas mit Fliegen oder Wind zu tun: Staubreiter, Ostwindschar, Splitterschwingen oder Leichenvögel sind nur ein paar Beispiele. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 284)
  • Raben sind die Führer einer Schar. Ihre Waffen sind Wissen und Manipulation. Sie beherrschen die Kunst des Kartendeutens und lenken damit die Geschicke der Schar. Ihr Wort hat Gewicht. Doch sind auch sie nicht unfehlbar. Zeigen sie Schwäche, werden sie zum Zweikampf vor den Zelten gefordert. Die Schar feuert die Kämpfer an, doch am Ende kann es nur einen Gewinner geben. Der Verlierer wird die Schar verlassen und allein ins Ödland ziehen. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 284)
  • Apokalyptiker rauben Kinder, um ihre Schar zu vergrößern. Sie müssen sich in der Gruppe beweisen und sich Respekt und einen Platz in der Rangordnung erkämpfen. Die Kämpfe sind Schlägereien, Messerstechereien sind selten und nicht gern gesehen. Doch fair geht es bei den Kämpfen nicht zu. Nur der Sieg zählt. Wer fair kämpft, nimmt seinen Gegner nicht ernst. Die Rangordnung ist ständig in Bewegung, durch Kämpfe bleibt die Schar stark und unnötige Diskussionen werden vermieden. Respekt, Abhängigkeit, Gewalt und Unterwerfung sind der Kitt, der die Schar zusammenhält. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 284)
  • Jugend und Schönheit sind die wichtigsten Aspekte im wilden Leben der Apokalyptiker. Das Alter wird verachtet. Die Alten werden verachtet. Wenn der Körper schwächer wird, nimmt der Druck der Schar auf die oder den Alten zu. Wer nicht freiwillig geht, wird aus der Schar verstoßen. Nur wenige schaffen es, sich durch Intrigen und paranoidem Misstrauen ein Syndikat aufzubauen. Allerdings eher mit einem loyalen Hellvetiker als mit einer Raubkrähe an ihrer Seite. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 285)
  • Einige Scharen setzen mehr auf Mobilität als andere. Sie richten sich erbeutete Koms oder Motorräder her und donnern mit ihnen durchs Ödland. Heimlichkeit können sie dabei vergessen, Schnelligkeit und Durchschlagskraft sind für sie wichtiger. Diese Apokalyptiker sind aggressiver als andere Scharen und die Grenze zur rohen Gewalt wird schnell überschritten. Außerdem werden sie mit ihren Fahrzeugen als Machtfaktor in einer Region wahrgenommen, was starke Gegner auf den Plan ruft: Hellvetiker würden keine motorisierten Apokalyptiker in ihrem Einflussbereich dulden. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 289)

Quellen