Spitalier

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Kultsymbol Spitalier by SIXMOREVODKA
Spitalier by SIXMOREVODKA

Der Kampf gegen die Fäulnis ist das oberste Anliegen dieser Ärzte. Fern jedes hippokratischen Eids sehen sie sich als Skalpell, das die Gesundung der Menschheit herbeiführt und dafür neben dem Geschwür auch gesundes Fleisch wegschneiden muss. Mit Fungiziden und Brennern gehen sie gegen die Fäulnis vor, Burner und Psychonauten erwartet bei ihnen ein schlimmes Schicksal. In Borca sorgen sie dafür, dass die Bauern, die Ernährer, kein versportes Getreide abliefern und kämpfen in ihren Neoprenanzügen mit dem Spreizer (einer Art Lanze/Schere mit einer Molluske in einem Glasgefäß, die auf Versporung reagiert) an allen Fronten gegen die Ausbreitung der Muttersporenfelder. In allen Ländern kennt man sie, und überall gehen sie gegen den Primer und Krankheiten vor.

Geschichte

Die Spitalier sehen auf eine lange, nicht immer ruhmreiche Tradition zurück, die mit dem Eshaton beginnt, mit endlosen Flüchtlingsströmen, so gewaltig, das das Spital, damals noch Krisenzentrum südliches Ruhrgebiet, unter dem Ansturm zusammenbricht. Plünderer erschlugen Ärzte und raubten, wessen sie habhaft werden konnten. Das Spital drohte zu versinken. Die Ärzte wehrten sich verzweifelt mit Skalpellen, Infusionsständern und zu Flammenwerfern umgebauten Gasflaschen. Mit Hilfe der UEO-Streitkräfte schafften sie es schließlich, die Herrschaft über das Spital zurückzugewinnen.
Dann folgte HIVE. Als die Epidemie sich ausbreitete, schlossen die Spitalier die Tore und ließen die Kranken draußen allein. In ihrer Festung beobachteten sie, wie sich die Verzweiflung der Menschen draußen in Gewalt wandelte, die jedoch nicht lange andauerte, da der Tod den Ärzten ihre Arbeit abnahm.
Dieses Versagen der Ärzte sollte sich nie wiederholen. Sie gelobten die Menschheit nicht noch einmal im Stich zu lassen. Ein Gelöbnis, das sie nun in der gesamten bekannten Welt einlösen: Sie sind immer da anzutreffen, wo der Primer und seine Auswüchse die Menschheit bedrohen. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 142f)

Aussehen und Kleidung

Die Spitalier sind in undurchlässige Neoprenanzüge gekleidet. Membranen verschließen Aussparungen in den Anzügen, an Armbeugen und Hals, die es ermöglichen, Injektionen zu setzen ohne sich entkleiden zu müssen. Der Urin wird in eine am Bein festgeschnallte Flasche geleitet und im Spital auf Keime untersucht. Ein Vorrat an Kalk wird auf ungeschützte Körperstellen, wie den Kopf, verteilt, um diese zu desinfizieren und zu schützen. Kehren sie nach einem Außenaufenthalt ins Spital zurück, unterwerfen sie sich einer gründlichen Untersuchung und fühlen sich erst wohl, wenn ihnen Fäulnisfreiheit bescheinigt wird. Sie nennen diese Schutzmaßnahmen Hygienik.

Rekrutierung und Aufstieg

Viele Bewohner des Protektorats versuchen ihre Kinder bei den Spitaliern unterzubringen, doch die Anforderungen an die jungen Rekruten sind hart: Wer nicht innerhalb von zwei Semestern die urvölkische Schriftsprache und die Fibel beherrscht, wird in Unehren entlassen (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 150)
Wer bei den Spitaliern aufgenommen wird, beginnt seine Laufbahn als Rekrut im Appendix. Es gibt keine Ausnahmen oder Abkürzungen. Bewährt sich der Rekrut, steigt er schnell über den Rang des Pflegers zum Famulant auf. Erst jetzt beginnt das eigentliche Studium der Medizin, wo der junge Spitalier seine ersten Schwerpunkte setzt, die ihn später in eine bestimmte Fachrichtung ziehen. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 146)

Die Spitalier verfügen über ca. 100.000 Kultmitglieder weltweit, wovon ca. 20-30.000 allein ständig im Spital stationiert sind. Die Ausbildungen dauern Jahre, der Verschleiß an Truppen muss stetig irgendwie nachwachsen. Der Großteil des Kultes besteht aus Rekruten, Pflegern und Famulanten, die gemeinsam fast 35-40% der Kultgröße ausmachen.
Etwa 2-3% Werden zu Preservisten ausgebildet, sprich man muss von mindestens 2.000-3.000 aktiven Preservisten ausgehen. Ein Korps besteht je nach Wichtigkeit der Aufgabe aus 6-12, Manchmal auch 20 Preservisten.

Ränge der Spitalier

Verbreitung

Kultur Beschreibung
Borca Hier liegen die Wurzeln des Kultes. Das Spital in der Nähe von Justitian ist der Hauptsitz des Kults. In Borca haben die Ärzte den größten Einfluss.
Franka In Franka organisieren die Spitalier den Frankischen Widerstand gegen die Pheromanten und versorgen ihn mit Waffen.
Pollen Die Spitalier betreiben einen wichtigen Vorposten in Danzig und kämpfen gegen die ausgedehnten Sporenfelder. Bei Brest versuchen sie einen Korridor nach Asien offen zu halten.
Purgare Spitalier kämpfen zusammen mit Wiedertäufern gegen die Psychokineten und unterhalten Stützpunkte im Osten zum Vorstoß in den Balkhan
Hybrispania ...
Africa Die Krähe kommt nur in Ketten ins Land des Löwen. Eigentlich. Denn ein kleiner Forschungstrupp der Spitalier hat in Qabis ein Basislager errichtet und sich mit einem Drangpanzer in den undurchdringlichen Psychovorengürtel vorgewagt.

Wichtige Charaktere

Name Beschreibung
Kranzler Anführer der Preservisten in Arnsberg
Nikolai Worschek Einst Obmann der Preservisten in Danzig, dann bekannt als Pionier, der sich tief ins Herz Pollens vorwagte. Heute kann er seine Burnabhängigkeit noch vor seinen Gefolgsleuten Geheim halten. Noch! (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 153)
Alma Martinova Sie wurde nach Franka strafversetzt, gehört aber nun zum frankischen Widerstand und kratzt am Machtgefüge Souffrancees (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 153)
Dr. Hernez Vasco Nachdem er 2562 bei einer Pandora-Expedition flüchtete, wurde er nur noch einmal 2570 gesehen und gilt seitdem als verschollen. Gerüchte von Unsterblichkeit und einem Pakt mit dem Primer umranken den Arzt. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 153)
Konsultantin Petrova (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 265)

Beziehungen

Auf dem Balkhan achten die Voivoden darauf, das die Balkhani unter sich bleiben. Die Kulte können sich dort nicht frei bewegen. Spitalier werden nur in Ausnahmefällen geduldet und streng überwacht.

Was denken Spitalier über:

Kult Stereotyp
Anubier Die Spitalier sehen die Anubier kritisch, da diese sich unbehelligt zwischen den Psychovoren bewegen können. Sind Anubier auch eine Art Psychonaut?
Apokalyptiker Apokalyptiker bringen mit der Droge Burn die Fäulnis in die Städte. Einige Apokalyptiker kann man gebrauchen, aber eigentlich müssten sie alle brennen, um die Ausbreitung der Fäulnis in den Städten zu bekämpfen.
Bleicher Kränkliche Feiglinge, die sich in ihre Bunker verkriechen, sobald Gefahr droht. Vielleicht sind sie aber brauchbar, um in den Balkhan zurückzukehren.
Chronisten gerissene Ränkeschmiede, die ihre Finger überall drin haben: Richter und Schrotter tanzen bereits nach ihrer Pfeife und im Spital warten sie auch bereits einige Anlagen.
Geissler Die Krieger der Africaner hassen alle Weißen, auch wenn sie die Spitalier in Qabis schützen.
Hellvetiker Moderne Wegelagerer, die am Nadelöhr Europas, in der Alpenfestung, die Hand aufhalten. Seit die psychonautischen Filamente auch Teile ihrer Tunnel befallen haben, öffnen sie sich ein wenig. Ein Bündnis mit den Spitaliern ist wahrscheinlich.
Jehammedaner In der adriatischen Tiefebene haben sie die Spitalier an der Seite der Wiedertäufer eine Weile bekämpft. Eigentlich scheinen sie aber in Ordnung zu sein, dann es halten sich vom Burn fern.
Neolibyer Die Chronisten machen Stimmung gegen sie. Die Spitalier haben in Qabis andere Erfahrungen mit ihnen gemacht. Sie lieben ihr Land. Das tun die Spitalier auch.
Richter Die Vergangenheit mit ihnen war nicht immer einfach. Nun kämpfen Richter und Spitalier Seite an Seite gegen die Klans. Mal sehen was danach kommt.
Schrotter Aus Sicht der Famulanten sind Schrotter Tunnelratten, die im Dreck leben. In Wahrheit aber sind sie gesünder als die Städter, haben weniger Mangelerscheinungen. Und sie sie schaffen es, in der Ödnis zu überleben.
Sipplinge Gesundheit und Schutz vor Fäulnis gegen Nahrung. Für die Spitalier eine Rechnung, die sich seit Jahrhunderten auszahlt.
Wiedertäufer Auch wenn ihre Gründe den Spitaliern falsch erscheinen, so sind die Ziele der Wiedertäufer denen der Spitalier sehr ähnlich und das allein zählt bei den Bündnispartnern.

Begriffe und Sprache

Probleme und offene Plots

Snippets

  • Die Spitalier versuchen Borca mit allen Mitteln rein zu halten. Frei von Fäulnis. Nicht immer zur Freude der Borcischen Bevölkerung. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 62)
  • Im Protektorat verlangten die Spitalier von den Richtern, das sie Psychonauten und Leperos jagen und ausschalten dürften. Die Richter verwiesen auf ihren Kodex nach dem Verbrecher abgeurteilt würden und in dem sich kein Hinweis auf den Umgang mit Psychonauten finden lässt. Es gab Rangeleien zwischen den Richtern und des Spitaliern. Doch seit die Klans sich erheben und der Druck auf das Protektorat wächst, sind die Richter froh über die tatkräftige Unterstützung durch die Spitalier. Die Richter gaben schließlich dem Drängen der Spitalier nach. Eine Hand wäscht die andere. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 144)
  • In ihrem Selbstverständnis sind die Spitalier die letzte Bastion, die den Sieg des Primers und seiner Kreaturen über die Welt noch aufzuhalten vermag. Der Bekämpfung des Primers gilt daher das uneingeschränkte Augenmerk der Spitalier. Sie beanspruchen die alleinige Deutungshoheit, was ihnen im Protektorat auch gewährt wird. Außerhalb ihres Kernlandes haben sie bereits ein Bündnis mit den Wiedertäufern geschlossen und auch die Hellvetiker öffnen sich den Ärzten, seit die ersten psychonautischen Filamente sich in der Alpenfestung gezeigt haben. Wer sich allerdings so bereitwillig oder gedankenlos in den Dienst des Primers stellt, wie die Apokalyptiker hat keine Gnade von den Spitaliern zu erwarten. (Siehe: Degenesis Rebirth Edition - Primal Punk; Seite 145)
  • Nicht alle Spitalier sind dem Kult freiwillig beigetreten. Wer nicht als Kind einer Ärztin/ eines Arztes in den Kult hinein geboren wurde, oder sich selbst in einer Rekrutierungsstelle eingeschrieben hat, der ist vielleicht von seinen Eltern als Bezahlung einer Behandlung dort abgegeben worden, oder von den Spitaliern unterwegs aufgenommen worden, zum Beispiel als einzig gesunder Überlebender eines von den Spitaliern ausgelöschten Lepero-Dorfs. (Siehe: Markos Ausführung zum möglichen Laufbahnbeginn eines Spitaliers)

Quellen